hunde.runde
Grundgedanke
Die hunde.runde ist ein gemeinsamer Lernspaziergang für Mensch-Hund-Teams.
Dabei geht es um mehr als gemeinsames Gassigehen. Unterwegs wird beobachtet, ausprobiert und besprochen: Was zeigt der eigene Hund? Was braucht er in dieser Situation? Wann ist mehr Abstand sinnvoll? Wann hilft Bewegung – und wann vielleicht eine Pause?
Kleine Lern- und Trainingsimpulse begleiten die Runde. Es geht nicht darum, möglichst viele Übungen abzuarbeiten. Ziel ist, den eigenen Hund besser zu verstehen und Ideen und Lösungen für den Alltag mitzunehmen.
Jede hunde.rund hat ein Motto
Keine Runde ist genau wie die andere.
Jede hunde.runde bekommt einen eigenen Schwerpunkt. Das kann zum Beispiel Körpersprache, Abstand, Orientierung, Ruhe oder die Gestaltung von Hundebegegnungen sein.
Das jeweilige Motto gibt die Richtung vor. Was unterwegs tatsächlich entsteht, hängt aber immer auch von den teilnehmenden Hunden und den Situationen ab, die sich auf dem Spaziergang ergeben.
So bleibt genügend Raum zum Beobachten, Fragen stellen und gemeinsamen Lernen.
Was Menschen dabei lernen können
Ein wichtiger Teil der hunde.runde ist das genaue Hinsehen.
Körpersprache wird leichter erkennbar, Situationen mit anderen Hunden lassen sich besser einschätzen und Abstände bewusster wählen. Dabei geht es nicht nur darum, auf unerwünschtes Verhalten zu reagieren, sondern möglichst früh zu erkennen, was ein Hund gerade braucht.
Manchmal entsteht dadurch eine ganz andere Lösung als zunächst gedacht.
Und die Hunde?
Auch Hunde müssen in einer Gruppe nicht ständig etwas „machen“.
Sie dürfen beobachten, schnüffeln, ihre Umgebung erkunden und lernen, dass andere Hunde anwesend sein können, ohne dass daraus automatisch Kontakt entstehen muss.
Abstand halten, weitergehen, sich orientieren oder eine Situation ruhig verlassen sind ebenfalls soziale Fähigkeiten.
Direkter Kontakt zwischen den Hunden ist deshalb kein Ziel der hunde.runde. Er findet nur in einzelnen, angeleiteten Situationen statt, wenn er für die beteiligten Hunde sinnvoll ist.
Die hunde.runde ist keine Spielgruppe und kein gemeinsamer Freilauf.
So sind wir unterwegs
Eine hunde.runde dauert etwa 60 bis 75 Minuten.
Die Gruppe besteht aus 3 bis maximal 6 Mensch-Hund-Teams. Alle Hunde bleiben während der gesamten Runde angeleint und bekommen den Abstand, den sie benötigen.
Unterwegs wechseln sich gemeinsames Gehen, Beobachtungsphasen und kleine Übungen ab. Es gibt keinen festen Übungsplan, der unabhängig von der Gruppe abgearbeitet werden muss.
Die Treffpunkte wechseln und liegen im Raum Langenfeld, Monheim und Leverkusen.
Für welche Hunde ist die hunde.runde geeignet?
Ein festes Mindestalter gibt es nicht.
Geeignet ist die hunde.runde für Hunde, die sich mit ausreichend Abstand zu anderen Mensch-Hund-Teams grundsätzlich sicher begleiten lassen.
Etwas Aufregung, Unsicherheit oder Schwierigkeiten bei einzelnen Begegnungen schließen eine Teilnahme nicht automatisch aus.
Bei sehr starken Reaktionen kann jedoch zunächst eine individuelle Einschätzung oder vorbereitendes Training sinnvoll sein. Starkes Leinenpöbeln ist dafür nur ein Beispiel. Auch starkes Fluchtverhalten, sehr hohe Erregung oder andere Verhaltensauffälligkeiten können dazu führen, dass eine Gruppe aktuell noch nicht der passende Lernrahmen ist.
Bei Unsicherheit kann vorab gemeinsam geklärt werden, ob eine Teilnahme sinnvoll ist.
Läufige Hündinnen können nach vorheriger Rücksprache teilnehmen.
Was wird benötigt?
Der Hund trägt ein gut sitzendes Brustgeschirr oder ein breites Halsband und bleibt während der Runde angeleint.
Für Hunde, die bereits in einen Beißvorfall verwickelt waren, ist ein gut sitzender Maulkorb erforderlich.
Für jeden teilnehmenden Hund muss eine gültige Hundehalter-Haftpflichtversicherung bestehen.
Auch für Menschen ist es ein Spaziergang
Während der 60 bis 75 Minuten wird nicht nur gegangen. Für Beobachtungen oder kleine Übungen wird zwischendurch auch gestanden und gewartet.
Gehen und wiederholtes Stehen über diesen Zeitraum sollten deshalb grundsätzlich gut möglich sein. Weg, Untergrund und Gelände können je nach hunde.runde unterschiedlich sein.
Bei körperlichen Einschränkungen empfiehlt sich eine kurze Rücksprache, damit eingeschätzt werden kann, ob die jeweilige Runde passt.



